Das Visum ist da!

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Mein Reisepass mit eingetragenem Visum ist heute morgen mit der Post angekommen!

Ich war wirklich sehr überrascht darüber, da mir die Mitarbeiter der Botschaft gesagt haben, dass die Bearbeitung ungefähr 8 Wochen dauern kann. Nun halte ich aber nach schon einer Woche mein Visum in den Händen. An dieser Stelle muss ich vielleicht nochmal mein eher negatives Bild von der Botschaft revidieren und den Mitarbeitern ein großes Lob aussprechen 😀

Ab Sonntag geht es dann nach Bad Honnef zum Vorbereitungsseminar, auf das ich mich schon sehr freue, da ich endliche meine Mitfreiwilligen kennen lerne, mit denen ich das Jahr verbringen werde.

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Berlin – Visum beantragen

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Zu den wichtigsten und meiner Meinung nach auch zu den aufwendigsten organisatorischen Punkte, die vorab zu erledigen sind, gehört eindeutig das Visum. Mir ist schon vorher klar gewesen, dass ich viele Dokumente benötigen werde, aber was dann doch noch für ein Papierberg und Organisationsaufwand auf mich zu kam, überraschte mich schon ein wenig. Vor allem deswegen, da mir Freunde, die bereits schonmal ins Ausland gegangen sind und ein Visum beantragen musste, eher von einem geringeren Aufwand berichteten. Dies lag wahrscheinlich auch daran, dass keiner von ihnen nach Südafrika gereist ist…

Neben den relativ einfach zu besorgenden Dokumenten, wie zum Beispiel der Reisepass und ein polizeiliches Führungszeugnis, gehören leider noch andere Dokumente, die teilweise sehr aufwendig zu bekommen waren. So musste ich mich röntgen lassen, um zu bestätigen, dass ich nicht an Tuberkulose erkrankt bin und ein allgemeines medizinisches Attest aufweisen. Zudem musste ich die Kopien aller Personalausweise und Reisepässe meiner Eltern bei der Gemeinde beglaubigen lassen, sodass ich in letzter Zeit sehr oft der Verwaltung einen Besuch abstatten musste. Zusätzlich brauchte ich von meinen Eltern noch ihre Kontoauszügen der letzen drei Monate, die beweisen sollten, dass sie mindestens 3000 Rand laut der Südafrikanischen Währung zur Verfügung haben. Dies entspricht ungefähr 200 Euro. Zudem mussten meine Eltern ein so genanntes „financial undertaking“ unterschreiben, mit diesem sie bestätigen, dass sie ausreichende finanziellen Mittel haben, um mich während des Jahres in Südafrika unterstützen zu können. Ein weiteres wichtiges Dokument ist auch das Formular DHA-1738, bei diesem ich unteranderem viele Fragen zur Einreise beantworten musste. Insgesamt kann ich nur sagen, dass die Visumbestimmungen sehr streng sind und ich genauestens darauf achten musste, dass ich alle Dokumente richtig ausgefüllt habe – nämlich nur mit einem schwarzen Stift und in Druckbuchstaben – und ich auch wirklich alle Dokumente beisammen hatte, denn um das Visum beantragen zu können, musste ich persönlich zur Botschaft nach Berlin fahren.

Da es einige Zeit braucht, bis der Reisepass mit eingetragenem Visum auch wieder an einem zurück geschickt wird, wurde uns vom DSJW empfohlen, bis zum 20. Mai unser Visum spätestens zu beantragen. Da ich aber am 10. Mai noch meine mündliche Abiturprüfung zu absolvieren hatte, stand ich ein bisschen unter zeitlichen Druck. So habe ich mich auch dazu entschieden, direkt am nächsten Tag nach der Prüfung früh morgens nach Berlin zu fahren. Gegen Mittag bin ich dann in Berlin angekommen und habe auch schnell mein Hostel gefunden, sodass mir noch viel Zeit für Sightseeing zur Verfügung stand.

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Die Botschaft in Berlin hat immer Mittwochs geschlossen und für diejenigen, die ein so genanntes „visitor’s visa“ beantragen wollen, nur von 9:00 – 12:00 Uhr geöffnet. Aufgrund dessen bin ich am nächsten Tag früh aufgestanden, um pünktlich bei der Botschaft zu sein. Die Botschaft liegt direkt am Tiergarten zwischen der türkischen und österreichischen Botschaft. Obwohl ich einer der ersten war, die ein Visum beantragen wollte, musste ich ca. 1 1/2 Stunden warten, bis ich an der Reihe war und meine Unterlagen abgeben konnte. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon ein wenig nervös, da ich befürchtet hatte, dass mir Unterlagen fehlen würden, was aber letztendlich zum Glück nicht der Fall war. Leider waren die Mitarbeiter in der Botschaft sehr kurz angebunden und teilweise auch wirklich unfreundlich, aber trotzdem hat alles sehr gut geklappt und die Vorfreude auf Südafrika steigt bei mir seitdem umso mehr.

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Südafrikanische Botschaft

Zurzeit habe ich nun schon 2 von 5 Impfungen hinter mich gebracht und der Internationale Führerschein ist beantragt worden, um auch in Südafrika weiter Auto fahren zu können. Wir, als Freiwillige bei Bafenyi Trust, werden zudem auch in Südafrika ein gemeinsames Auto erhalten, um die verschiedenen Vorschulen in Potchefstroom und Umgebung erreichen zu können, was ich echt super finde! 🙂

the beginning

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Dumela! (Setswana und bedeutet Hallo)

Natürlich ist es eigentlich an dieser Stelle nicht ausreichend für Südafrika, euch nur mit „Dumela“ zu begrüßen, denn Südafrika hat 11 verschiedene Amtssprachen! Aber da mir neben Afrikaans und Englisch Setswana am häufigsten begegnen wird, sage ich mal Dumela 😀

Seit Jahren steht für mich fest, dass ich nach meinem Abitur einige Zeit im Ausland verbringen möchte. Da ich gerne einen sozialen Beitrag leisten und mich im Rahmen eines Hilfsprojekts engagieren möchte sowie generell einen „Tapetenwechsel“ brauche, habe ich mich dazu entschieden, ein freiwilliges soziales Jahr in Südafrika zu absolvieren. So werde ich ab dem 17. August 2016 von Frankfurt nach Johannesburg starten, von wo aus es dann weiter nach Potchefstroom geht – mein neues Zuhause für das kommende Jahr 🙂

Der Aufenthalt findet im Rahmen des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit geförderten „Weltwärts“-Programms statt. Meine Entsendeorganisation, die mir bisher bei der Organisation, wie zum Beispiel bei der Beantragung des Visums, wirklich sehr geholfen hat und für Fragen stets offen ist und diese immer schnell beantwortet hat (obwohl ich bestimmt schon gefühlte 100000 gestellt habe 😀 ), ist das Deutsch-Südafrikanische Jugendwerk e.V. (DSJW).

Damit ihr ein bisschen mitbekommen könnt, was ich so in dem Jahr in Südafrika erleben werde, versuche ich hier regelmäßig Berichte sowie Fotos/Videos zu veröffentlichen – soweit die Gegebenheiten dort dies zulassen (Internet wird wahrscheinlich nicht immer vorhanden sein…), aber das wird sich dann in nächster Zeit zeigen. Also wer neugierig ist und nachverfolgen möchte, was ich dort so machen & erleben werde oder mich einfach ein bisschen vermisst, kann hier gerne vorbeischauen 🙂

Ganz liebe Grüße – Eure Hannah

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